Als ich gestern morgen in La Paz aus dem Flugzeug gestiegen bin, dachte ich: Warum ist die Röhre, durch die wir ins Flughafengebäude gehen müssen, so steil? Hätten sie die nicht so konstruieren können, dass man geradeaus gehen könnte? Doch als ich nach unten blickte, sah ich: Man GING geradeaus! Schnurgerade! Das Gefühl, dass ich gerade einen steilen Anstieg meisterte, dass ich Mühe hatte, einen Schritt vor den anderen zu setzen, war also die Reaktion darauf, dass ich gerade auf 4100 Metern über Meer gelandet war. Man hatte mich gewarnt: Es würde mir vielleicht in den ersten Tagen schwindlig werden, auch Kopfschmerzen oder Übelkeit seien normal – doch mein Körper hatte etwas anderes für mich auf Lager. Auch heute noch: Als ich strassauf, strassab durch La Paz ging – dabei legt man gut mal 500 Höhenmeter zurück – hatte ich bei jedem Anstieg das Gefühl, dass  mein Atem und Herzschlag gleich aussetzen würden. Deshalb heute nicht viele Worte, sondern nur ein paar Fotos… Und den Anflug auf El Alto: https://vimeo.com/199067990

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La Paz: Über die Berge «ausgestreute» Häuser, so weit das Auge reicht – und die «modernen Klötze» im Zentrum…

night2… by night – mit dem Illimani im Hintergrund 

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Seilbähnli  nach El Alto

img_0507Parlamentsgebäude auf dem Plaza Murillo mit einer Wanduhr, die rückwärts läuft – ein Symbol dafür, dass die Länder des Südens sich nicht immer dem Diktat des «Nordens» unterwerfen müssen: «Wer sagt, dass eine Uhr immer von links nach rechts laufen muss? Dies hier ist eben die Uhr der südlichen Hemisphäre!» erklärte die bolivianische Regierung. 

 

 

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