Tag 1: La Paz

Als ich gestern morgen in La Paz aus dem Flugzeug gestiegen bin, dachte ich: Warum ist die Röhre, durch die wir ins Flughafengebäude gehen müssen, so steil? Hätten sie die nicht so konstruieren können, dass man geradeaus gehen könnte? Doch als ich nach unten blickte, sah ich: Man GING geradeaus! Schnurgerade! Das Gefühl, dass ich gerade einen steilen Anstieg meisterte, dass ich Mühe hatte, einen Schritt vor den anderen zu setzen, war also die Reaktion darauf, dass ich gerade auf 4100 Metern über Meer gelandet war. Man hatte mich gewarnt: Es würde mir vielleicht in den ersten Tagen schwindlig werden, auch Kopfschmerzen oder Übelkeit seien normal – doch mein Körper hatte etwas anderes für mich auf Lager. Auch heute noch: Als ich strassauf, strassab durch La Paz ging – dabei legt man gut mal 500 Höhenmeter zurück – hatte ich bei jedem Anstieg das Gefühl, dass  mein Atem und Herzschlag gleich aussetzen würden. Deshalb heute nicht viele Worte, sondern nur ein paar Fotos… Und den Anflug auf El Alto: https://vimeo.com/199067990

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La Paz: Über die Berge «ausgestreute» Häuser, so weit das Auge reicht – und die «modernen Klötze» im Zentrum…
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… by night – mit dem Illimani im Hintergrund
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Seilbähnli  nach El Alto
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Parlamentsgebäude auf dem Plaza Murillo mit einer Wanduhr, die rückwärts läuft – ein Symbol dafür, dass die Länder des Südens sich nicht immer dem Diktat des «Nordens» unterwerfen müssen: «Wer sagt, dass eine Uhr immer von links nach rechts laufen muss? Dies hier ist eben die Uhr der südlichen Hemisphäre!» erklärte die bolivianische Regierung. 

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6 Kommentare

  1. Ist ja verrückt, wie sich La Paz gewandelt hat! Eine Seilbahn zum Alto rauf? Ich glaub es kaum, wenn mich nicht deine Foto eines andern belehrte.
    Danke herzlich für diesen ersten Leckerbissen aus Bolivien! Gute Akklimatisation und dann schaffst du bestimmt auch noch den Illimani.

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    • Jaaa es ist tatsächlich so! Die Bahn gibt es erst seit ein paar Jahren… Ist nicht nur praktisch, sondern auch sehr schön – und man sieht den Leuten sozusagen ins Wohnzimmer, so tief gondelt man zum Teil über die Quartiere… Vielen Dank für deine guten Wünsche und herzliche Grüsse in die Schweiz!

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  2. Sieht für mich ja alles erstaunlich modern aus, auf den ersten Blick. Stellte es mir wirklich etwas „zurückgebliebener“ vor, was absolut nicht negativ gemeint ist.
    Nun wünsch ich dir auch eine gute Eingewöhnungszeit, und easy-peasy, wie eure Uhr, :-).
    Ganz liabi Grüass.
    Tantchen

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    • Ja, Bolivien hat viele Gesichter; ich freue mich darauf, sie kennen zu lernen! Vielen Dank und jaaaa – ich versuche es easy-peasy zu nehmen 😉 Heute gehts schon viel besser! Liebe Grüsse!

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  3. Liebe Nicole, kann es nachvollziehen. Aber Atemprobleme, die gehen schnell einmal weg, wenn Du nicht noch Volleyball spielst. Da habe ich die Erschöpfung in Juliaca (neben Puno) noch nach einem Monat gespürt. Aber ich damals rauchte ich noch fest. Die Fotos und das Bähnli sind in mir in lebendiger Erinnerung. Dir alles Gute und lasse Dich ein, auch wenn die Eindrücke vielfältig und fast überfordernd sein werden. Diese Nacht soll es schneien kommen. Wir lassen Dir paar Schaufeln Schnee zugehen, damit Du weisst, warum es bei Euch auch kalt ist. Gruss Aepe

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    • Lieber Aepe, vielen Dank… Heute gehts schon besser. Ausserdem bin ich ja nur bis am Dienstag hier in der Höhe, nachher gehts weiter nach Santa Cruz 🙂 Dann werde ich mir Schnee nicht einmal mehr vorstellen können hehe… Liebe Grüsse nach Luzern!

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